Wie Wissenschaft und Wirtschaft die Logistikbranche gemeinsam vorantreiben

Quelle: BIBA
23. April 2015 - in Wissenswert

Welche Innovationen prägen die Zukunft der Logistik? Wie verändern technologische Entwicklungen die Arbeitsprozesse? Und was tut Bremen, um sich als innovativer Logistikstandort zu profilieren? Die Veranstaltung "Innovationen in der Logistik" am BIBA nahm rund 200 Gäste durch Vorträge und Ausstellungen mit auf deine Reise in die Zukunft. 

Vom intelligenten System, dem mitdenkenden Produkt oder dem interaktiven Roboter und der vernetzten Maschine oder Palette – die Vorträge gaben einen Überblick zum Status quo, zu Neuigkeiten, Trends und Potenzialen in der Logistik. Weltweit agierende Unternehmen wie die BLG Logistics Group, OHB Teledata, DB Schenker, Hellmann Worldwide Logistics oder Willenbrock Fördertechnik zeigten in der begleitenden Ausstellung neue Highlights der Logistikbranche. Zudem gaben die Institute des Forschungsverbundes LogDynamics Einblicke in das, was ihrer Ansicht nach das Morgen bewegen wird und teilweise noch als Vision gilt.

Professor Dr.-Ing. Klaus Thoben, Sprecher des Forschungsverbunds LogDynamics der Universität Bremen und Ausrichter der Veranstaltung:

„Die Präsentationen und Vorträge vermitteln, wie und woran Wissenschaft und Wirtschaft hier zusammenarbeiten um gemeinsam logistische Innovationen zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um neue Technologien, den Erhalt von Wettbewerbsvorteilen oder die Gestaltung des Wertschöpfungssystems, sondern auch um den Menschen – von der Qualifizierung des Personals in einer zunehmend technisierten, automatisierten Arbeitswelt bis hin zum Miteinander der Menschen mit dem ‚Kollegen Maschine‘. So sind zum Beispiel die Mensch-Maschine-Interaktion und die bessere Gestaltung von Arbeitsumgebungen auch mit dem Blick auf ältere Beschäftigte zwei der großen Zukunftsthemen. Obwohl es vielen noch anders anmutet, spielt der Mensch in den Arbeitsprozessen der Zukunft weiterhin eine bedeutende Rolle, und es bedarf neuer Entwicklungen wie zum Beispiel neuer Sensorsysteme und Kommunikationsmöglichkeiten, um ihn zu unterstützen und ihn adäquat mit einbinden zu können.“

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#Event #Industrie 4.0 #Tag der Logistik #Innovationen #Wissenschaft

Industrie 4.0 ist Buzzword und Zukunftstrend, unter dem die Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten. Die vierte industrielle Revolution – geprägt von intelligenten, miteinander vernetzten Maschinen und Produkten – wälzt auch die Logistikbranche um. Hier gilt es, betriebliche und logistische Abläufe mithilfe moderner Informationstechnologien zu optimieren.

"In den kommenden zehn bis zwanzig Jahren steht uns hier ein gewaltiger Wandel bevor. Noch fehlt es zumeist an der dafür erforderlichen systematischen Sicht auf das Ganze, also dem Denken in Prozessketten. Nur wenn die Forschung die Industrie frühzeitig einbindet, können auch rechtzeitig neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle, Produkte und Services entstehen, und die Unternehmen können sich so besser auf ihr morgiges Handeln vorbereiten. Dafür müssen wir aber gemeinsam an einem Strang ziehen und deutlich stärker als bisher Informationen austauschen. Mit Industrie 4.0 bewegen wir uns schon in diese Richtung, doch bei weitem noch nicht genug. Zum Beispiel mit dem Vision Lab, dem Gaming Lab und dem Kompetenz-und Transferzentrum unterstützen wir im BIBA die Unternehmen, indem wir Transfer- und Informationsmöglichkeiten bieten. Hier binden wir die Unternehmen aktiv in den Dialog ein und bieten ihnen unverbindlich niedrigschwellige Anlaufstellen in der Wissenschaft.“

Bremen zählt zu den herausragenden Logistikstandorten Deutschlands, und das BIBA gilt nicht nur hier als eine der ersten Adressen im Bereich der Logistikforschung. Es agiert federführend im Forschungsverbund LogDynamics – Bremen Research Cluster for Dynamics in Logistics an der Universität Bremen. Dieser hatte gemeinsam mit den Kooperationspartnern WFB Wirtschaftsförderung Bremen, der VIA BREMEN Foundation, der Handelskammer Bremen und dem BIBA zum „Tag der Logistik“ am 16. April auf den Bremer Uni-Campus eingeladen.

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