Logistik-Studium spezial: Bremen bildet Experten für die Offshore-Windenergie-Logistik aus

Quelle: Fotopool bremenports
17. April 2015 - in Häfen & Logistik

Die Welt außerhalb der Kiste oder alles, was nicht in einen Container passt – so beschreibt Prof. Dr. Kerstin Lange den Gegenstand des Forschungs- schwerpunkts Offshore-Windenergie-Logistik, den die Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik (HIWL) in Bremen seit dem Wintersemester 2014 anbietet. In dem Vertiefungsfach des dualen Logistik-Studiums lernen die Studierenden die Prozesse eines innovativen Wirtschaftszweigs kennen.  

Die Offshore-Windenergie ist eine junge Branche, in der logistische Prozesse erst noch standardisiert werden müssen. Logistiker stehen vor neuen Herausforderungen, die im Hafen beginnen: Wie lagert man Großkomponenten wie Gründungsstrukturen, Turmsegmente, Gondeln und Rotorblätter fachgerecht im Hafen? Wie plant man den Transport zu den Windparks am effektivsten? Welche logistischen Strategien wähle ich, über welche Häfen versorge ich meinen Windpark und welche Schiffe setze ich ein? Und wie können Verzögerungen durch schlechtes Wetter auf See minimiert werden? All diesen Fragen widmet sich das neue Vertiefungsfach „Offshore-Windenergie-Logistik“ an der HIWL

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Das Logistik-Studium ist praxisorientiert

Die Studierenden simulieren dort Szenarien und arbeiten mit Fallbeispielen, um effiziente logistische Konzepte für die Offshore-Windenergie zu entwickeln und miteinander zu vergleichen. Dabei ist der gesamte Studiengang Logistik durch und durch praxisorientiert: Einerseits, weil die Studierenden abwechselnd an der Hochschule und in ihrem jeweiligen Partnerunternehmen lernen, andererseits weil Exkursionen zu Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten das Erlernte vertiefen und veranschaulichen. Nach Abschluss des Logistik-Studiums steigen die Absolventen beruflich auf der Ebene des mittleren Managements ein. Die meisten Studierenden werden nach Studienabschluss direkt von ihren Ausbildungsunternehmen übernommen.

Kerstin Lange, Professorin und Dozentin des Vertiefungsfachs an der HIWL, sieht in der Offshore-Branche großes Potential für den Logistik-Standort Bremen und seine Nachwuchskräfte: „Die Offshore-Windenergie ist eine Zukunftsbranche, für die Bremen und Bremerhaven sehr gut aufgestellt sind. Viele Unternehmen und Institute sind hier angesiedelt. Das Netzwerk der Offshore-Windenergie geht schon längst über regionale und nationale Grenzen hinaus, sodass wir auch international eine sehr gute Position besetzen.“

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