Logistik 4.0:
Die Ware kommt zum Menschen

Quelle: BLG
20. April 2016 - in Häfen & Logistik

Das Konzept hat sich bereits seit Oktober 2014 im Regelbetrieb in Frankfurt bewährt: Die Menschen gehen nicht mehr zu den Regalen, sondern die Regale kommen mit den Waren zu ihnen. Möglich ist dies durch Technik der Firma Grenzebach. Das „G-Com“ basiert auf der Grundidee des mobilen Kommissionierlagers: Automatisch werden die Regale zu einer multifunktionalen, flexiblen und ergonomisch angelegten Pick-Station („Stargate“) gebracht. 

Dieser Beitrag enthält folgende Tags

#Industrie 4.0 #BLG #Intralogistik #Innovationen

Transportfahrzeuge („Carrys“) unterfahren die Warenträger und transportieren sie zu den Stargates. Die flexible Lösung hat die Intralogistik im Frankfurter Logistikcenter der BLG revolutioniert. G-Com lässt sich dynamisch anpassen. Wächst das Auftragsvolumen, kann die Leistung problemlos gesteigert werden. Weitere Regale lassen sich installieren, um die Kapazität zu steigern. G-Com arbeitet besonders effizient. 

Zusätzlich schafft das System ortsfeste, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, unterstützt und entlastet seine Bediener und minimiert unproduktive Tätigkeiten. Darüber hinaus schließt diese Funktionsweise die Lücke von automatisierter Paletten-Lagerung (HRL) und automatisierter Kollo-Lagerung (AKL) hin zur automatisierten Einzelteillagerung (G-Com).

Eine ausgezeichnete Lösung

Das Konzept überzeugt auch auf europäischer Ebene. So gewinnt die BLG mit ihrem Kunden engelbert strauss gemeinsam den Europäischen Logistikpreis der European Logistics Association (ELA). Die beiden Unternehmen wurden im letzten Jahr bereits mit dem Deutschen Logistik-Preis 2015 für „Treffpunkt Stargate – Logistik an der Schnittstelle von Mensch und Roboter“ ausgezeichnet.

Wegweisend und zukunftsträchtig

In Brüssel nahmen Thomas Krüger, Geschäftsführer BLG Handelslogistik, und Matthias Fischer, Leiter Operative Projekte bei engelbert strauss, den Preis entgegen. Thomas Krüger anlässlich der Preisverleihung: „Wir glauben, dass das von uns zusammen mit engelbert strauss realisierte pick & store-System für viele Zukunftsanforderungen gerade innerhalb der neuen Anforderungen aus der Diskussion um Industrie 4.0 und Logistik 4.0 ein wichtiger Praxistest ist. Bald werden sich häufig Roboter-zur-Ware-zum-Mann-Systeme etablieren.“ Matthias Fischer: „Mit unserem Logistiksystem haben wir nicht nur eine flexible und wirtschaftliche Lösung für die herausfordernde Aufgabenstellung in Frankfurt gefunden, sondern auch eine wegweisende und zukunftsträchtige.“

Diese Seite teilen

Lesen Sie auch...
Digitalisierung in der Logistik – warum ein Grundsatz aus dem Jahr 1965 die Zukunft von Geschäftsmodellen beschreibt

Digitalisierung in der Logistik – warum ein Grundsatz aus dem Jahr 1965 die Zukunft von Geschäftsmodellen beschreibt

„Digitalisierung“ galt für viele Logistiker lange als reines Modewort. Heutzutage wird die Logistik in einem Atemzug mit Digitalisierung genannt. Und nicht nur das: jeder spricht plötzlich über die radikalen Veränderungen, die die Digitalisierung für die Logistik bedeutet. Günther Hörbst, Geschäftsführer der Via Bremen Foundation, erklärt in seinem Gastbeitrag, warum die Digitalisierung uns (erst) jetzt lawinenartig erfasst.

Weiterlesen
ISL setzt neue Standards

ISL setzt neue Standards

Das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) gewinnt DIN-Innovationspreis 2015. „Datenkommunikation in der Logistik“ heißt das von Dr. Thomas Landwehr initiierte Projekt. Das vom BMWi geförderte INS-Projekt soll neue Standards setzen.

Weiterlesen
Binnenschifffahrt für Containerverkehre immer wichtiger

Binnenschifffahrt für Containerverkehre immer wichtiger

In den Bremischen Häfen hat sich im Jahr 2014 der Güterumschlag mit Binnenschiffen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. So wurden im zurückliegenden Jahr insgesamt 7.728 Binnenschiffe in den Bremischen Häfen be- und entladen. Dies waren rund 500 Binnenschiffsbewegungen mehr als im Vorjahr (+6,8 Prozent). Der Güterumschlag belief sich auf mehr als 5,3 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Jahr 2013 entspricht das einem leichten Plus.

Weiterlesen