LNG – Treibstoff für die Zukunft der bremischen Häfen

LNG Treibstoff
Quelle: bremenports
26. Januar 2015 - in Wissenswert

Die Schleusen sind geöffnet – für den Fortschritt der Schifffahrt in Bremen und Bremerhaven. LNG (liquefied natural gas) treibt die Entwicklung an.
Auch energetisch machen sich die bremischen Häfen auf den Weg in die Zukunft für Schifffahrt, Wirtschaft und Logistik. Mit dem geplanten Einsatz des alternativen Kraftstoffs aus Erdgas sind Bremen und Bremerhaven in der Entwicklung weit vorn.

Was ist LNG?

Das durch Abkühlung auf mindestens -162 Grad verflüssigte Erdgas ist aufgrund von drastisch verringerten Emissions-Grenzwerten in vielen neu entstehenden Sonderzonen die Zukunft der Schifffahrt. Die umweltfreundliche Alternative unter den Kraftstoffen nimmt in seiner flüssigen Form 600-mal weniger Raum ein. Dies bietet erste Vorteile für Transport und Lagerung.

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Es beseitigt SOx-Emissionen und Feinstaub zu fast 100%. NOx-Emissionen reduziert es um 90% und den CO2-Ausstoß um 20%. Gleichzeitig hat es einen 1,2-mal höheren Energiewert pro Kilogramm gegenüber Destillatkraftstoffen. Auch wenn der Bau von Schiffen mit LNG-Antrieb teurer ist, lohnt sich die Investition. Der geringere Verbrauch des gleichzeitig günstigeren Treibstoffs und die reduzierten Wartungskosten zahlen sich aus.

Bremens erstes Schiff mit innovativem Antrieb

Das erste Arbeitsschiff Deutschlands mit LNG will bremenports Ende 2015 in Betrieb nehmen. Die geplante Klappschute soll fast 70 Meter lang und 10 Meter breit werden – mit einer Laderaumkapazität von 840 Kubikmetern. Zwei Gasmotoren mit jeweils rund 300 kW Leistung sollen das Schiff auf eine maximale Geschwindigkeit von 9 Knoten (= 17 km/h) bringen. Ein 150-kW-Hilfsdiesel an Bord springt im Notfall ein. Die Schute soll das Baggergut aus den Häfen in Bremerhaven zur Baggergutdeponie Bremen-Seehausen transportieren.

Unterstützung von der Europäischen Union

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 4,55 Millionen Euro. Aber Bremen trägt diese Kosten nicht alleine. Mit 1,65 Millionen Euro übernimmt die Europäische Union fast 40% der Kosten des Pilotprojekts. Robert Howe, technischer Geschäftsführer bei bremenports, ist dankbar für das Engagement und die Förderung der EU.

Aufbau eines Netzes

Europa plant ein ausgebautes LNG-Tankstellennetz bis 2020. Die bremischen Häfen sind schon weiter – sie sehen bereits Ende 2015 die erste Tankstelle in der Hafengruppe Bremen-Stadt. Unterstützung gibt es hierfür von der HGM Energy GmbH aus dem Bremer Industriehafen.

Bremen setzt auf nachhaltige Energie und will von Anfang an Zeichen setzen. Mit diesen Entwicklungen schlagen die bremischen Häfen Wellen in der internationalen maritimen Wirtschaft und für die zukünftige Schifffahrt.

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