In Bremens GVZ ganz oben: Eines der größten Hochregallager in Europa

GVZ Bremen
Quelle: BLG/bremenports
21. Januar 2015 - in Häfen & Logistik

Jede Woche von Bremen in die Welt: Die BLG Handelslogistik betreibt mit dem Hochregallager am Güterverkehrszentrum (GVZ) einen der modernsten Logistik-Komplexe Europas, der exklusiv die Waren von Tchibo lagert und distribuiert. Über 200.000 Palettenstellplätze stehen hier zur Verfügung. Das Hochregallager ist ein baulicher Gigant in der Hansestadt und Zeichen für Bremens logistische Kompetenz.

Die Lagerkapazitäten schaffen eine neue Dimension

Auf 230.000 Quadratmetern erstrecken sich drei Hochregallagerblöcke. Sie sind jeweils 146 Meter lang, 70 Meter breit und 42 Meter hoch. Zusätzlich zum Hochregallager gibt es ein 60.000 Quadratmeter großes Flachlager und drei Multifunktionshallen mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern. Sie sind fördertechnisch an das Hochregallager angebunden. Pro Jahr hat das Lager einen Umschlag von 2 Millionen Paletten – das entspricht einer Leistung von 8.000 Paletten pro Tag.

Dieser Beitrag enthält folgende Tags

#GVZ #Smart Logistics #BLG #Hochregallager

Der Logistik-Komplex wurde 2003 fertiggestellt und zehn Jahre später erweitert. Die Konstruktion fasst 1.666 Pfähle und 12.000 Kubikmeter Beton. Die Regale bestehen aus 11.500 Tonnen Stahl – das sind 750.000 laufende Meter Regalteile. Seit der Erweiterung des Lagers 2013 bedient die BLG Handelslogistik aus einer Anlage heraus alle Vertriebskanäle von Tchibo: die Belieferung der Filialen und der regionalen Distributionszentren sowie die Kommissionierung für das Onlinegeschäft. Der Standort ermöglicht (öko-) effizienten Transport. Ein weiterer Vorteil des Bremer Hochregallagers ist seine günstige Lage: Es befindet sich an Deutschlands größtem Güterverkehrszentrum und hat Anbindung an das Schienennetz sowie direkten Zugang zum Neustädter Hafen.

Die Waren kommen hauptsächlich per Container im Lager an. Sie werden von den deutschen Containerterminals umweltgerecht per Binnenschiff und Bahn nach Bremen transportiert und hier sortiert, verarbeitet und verschickt. Der Warenausgang funktioniert größtenteils per Bahn oder im kombinierten Verkehr. Der Bremer Logistik-Komplex verteilt die Ware wöchentlich an mehr als 54.000 Tchibo-Verkaufsstellen in Deutschland und Europa und wickelt gleichzeitig das gesamte Onlinegeschäft ab.

Automatisierte Warenbewegungen fördern die Logistik 4.0

Vollautomatische Palettierer identifizieren und bearbeiten täglich bis zu 50.000 Kartons. Die Palettierer können elektromechanisch umgestellt werden und je nach Bedarf verschiedene Packschemata bilden, die Tchibo vorgibt. Über Elektrohängebahnen und Regalbediengeräte gelangen die mit Folie gesicherten und automatisch etikettierten Paletten in die Hochregallagerblöcke, wo sie einlagern. 

Eine 124 Meter lange Förderbrücke verbindet das Hochregallager mit dem Sortergebäude, wo die Aufträge für den Versand vorbereitet werden. Ein modernes Lagerverwaltungssystem bildet jeden einzelnen Prozess der Lagerung, Verarbeitung und des Transports ab. Intelligente Kommunikationssysteme überwachen und steuern den gesamten Warenfluss und übermitteln die Informationen in Echtzeit an Tchibo.

Das Hochregallager in Bremen ist damit nicht nur eines der größten Europas, sondern auch Paradebeispiel für automatisierte und intelligente Logistik-Prozesse, die immer wichtiger für die gesamte Wertschöpfungskette werden. 

Diese Seite teilen

Lesen Sie auch...

Groß, zentral, universell: Bremens Industriehafen

Groß, zentral, universell: Bremens Industriehafen

Der Bremer Industriehafen ist knapp 390 Hektar groß, er liegt am rechten Weserufer und grenzt an die Stadtteile Burglesum, Gröpelingen und Walle. In den insgesamt sieben seeschifftiefen Hafenbecken laufen täglich Frachtschiffe ein, die beladen oder gelöscht werden. Der Hauptumschlag besteht aus Massen- und Stückgut: Stahlprodukte, Holz, Fahrzeug- und Anlagenteile sowie Kohle, Koks, Mineralöle, Baustoffe, Schrott, Steine oder Fischmehl.

Weiterlesen