Hinter den Kulissen der
Bremer Logistik

Studierende der Jacobs University auf dem Weg zum VIA BREMEN Logistics Ambassador

Quelle: Jacobs University Bremen
19. Mai 2015 - in Wissenswert

Die ersten Monate des Jahres waren reich gefüllt für die Teilnehmer des Programms „VIA BREMEN Logistics Ambassador“. Innerhalb eines Jahres lernen die sorgsam ausgewählten Studierenden des Studienganges „International Logistics Management and Engineering“ der Jacobs University Bremen auf Exkursionen die Bremer Logistikwelt in all ihren Facetten kennen. Als Botschafter sollen die angehenden Logistikmanager später die Vorzüge des Logistikstandortes Bremen in ihren zukünftigen Heimatländern öffentlichkeitswirksam kommunizieren.  

Gigantische Dimensionen 

„Sensoren, Gurte und Produkte, die sich schneller bewegen, als wir gucken können. Das sind Dinge, die ich in einer Fabrik erwarten würde, nicht in einem Lager“ so zeigte sich der Amerikaner Jack Reedy beindruckt über das gewaltige Hochregallager der BLG. Seine innovative technologische Ausstattung ist Garant für qualitativ hochwertige Logistikdienstleistungen. Besonders imponierte den Logistik-Frischlingen aus China, Nepal, Indien, Israel, Deutschland und den USA aber auch das präzise, vorausschauende Management der BLG Logistics Group, die mit einer Investition von immerhin 100 Millionen Euro exklusiv für den Kunden Tchibo eines der modernsten Logistikkomplexe Europas betreibt. Ganz zu schweigen von den 54.000 Tchibo-Verkaufsstellen, die wöchentlich nach dem Motto „Jede Woche eine neue Welt“ von Bremen aus deutschland- und europaweit versorgt werden.

Mehrzweckhafen beeindruckt

Der Besuch des Industriehafens eröffnete den zukünftigen Logistikbotschaftern einen neuen Blick auf die logistische Hardware. Angefangen beim Besuch von CHS Container Handel, wo sie von den Einzelheiten des Container-Checks erfuhren und seiner alternativen Verwendung: ob als Lager, Büro, Wohnung oder auch für Forschungs- oder Militär-Zwecke. Wie viel Holz beim Stauen eines Containers zur Sicherung der Ware benötigt wird, bestaunte die multinationale Gruppe bei der Stauerei Friedrich Tiemann & Sohn. Für Suizhi Wu aus China war besonders interessant, dass die Fülle an nicht stapelbaren Paletten eine der größten Herausforderungen darstellt: „Es ist beeindruckend, wie hier die Ware auf zwei Ebenen in die Container gestapelt wird.“ Ein Mehraufwand, den sich die Firma entsprechend bezahlen lässt. Den Umschlag von Stahl und Kohle erlebten die Studierenden hautnah bei Weserport auf der Kaje. Für Kopfschütteln sorgte dabei der Erfahrungsbericht, dass ein Kunde eine gesamte Bestellung trocken zu lagernder Steel Coils aufgrund eines Regentropfens auf der Verpackung wieder zurückgab.

Logistik hautnah

Beim Besuch des maritimen competenzcentrums (ma-co) war Handanlegen gefragt. Dabei sah man beim Laschen von Ware vor Kraftanstrengung verzerrte Gesichter, aber auch hochkonzentrierte Blicke beim Rangieren der Gabelstapler. „Logistik zum Anfassen“, will Klaus Platz, Initiator des Programms und ehemaliger Vorsitzender von VIA BREMEN den Studenten mit diesem praxisnahen Schnupperkurs ermöglichen. „Kopf, Hand und Herz müssen hier perfekt zusammenarbeiten. Ich bleibe doch besser beim Studieren“, resümierte der Nepalese Aman Bhattarai schmunzelnd die schweißtreibende Stapler-Erfahrung. 

Flughafen bei Morgengrauen

Ungewohnt früh aus den Federn mussten die Studenten beim Early Bird Besuch des City Airport Bremen. Neben einer aufschlussreichen Tour rund um das Flughafengelände und einer beeindruckenden Demonstration der Feuerlöschfahrzeuge, lernten die jungen Logistiker die Frachthalle kennen. Keine Luftfracht verlässt die Halle, ohne mittels eines Röntgengerätes gescannt und damit in den sogenannten „Sicheren Status” versetzt zu werden. Zu guter Letzt bekamen die Botschafter-Trainees von Flughafenchef Jürgen Bula einige Erkenntnisse über Führungsqualitäten mit auf den Weg. Die Einigkeit war groß: Die Exkursion zum Flughafen war ein Highlight.

 

 

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