Groß, zentral, universell: Bremens Industriehafen

Industriehafen Bremen
Quelle: BLG/bremenports
22. Januar 2015 - in Häfen & Logistik

Der Bremer Industriehafen ist knapp 390 Hektar groß, er liegt am rechten Weserufer und grenzt an die Stadtteile Burglesum, Gröpelingen und Walle. In den insgesamt sieben seeschifftiefen Hafenbecken laufen täglich Frachtschiffe ein, die beladen oder gelöscht werden. Der Hauptumschlag besteht aus Massen- und Stückgut: Stahlprodukte, Holz, Fahrzeug- und Anlagenteile sowie Kohle, Koks, Mineralöle, Baustoffe, Schrott, Steine oder Fischmehl.

Im November 1910 fuhr das erste Schiff in den städtischen Hafen ein. Die „Leula“ hatte Erz geladen, das an die damalige „Norddeutsche Hütte“, heute ArcelorMittal, geliefert wurde. Heute besitzt der Industriehafen das höchste Umschlagsvolumen aller stadtbremischen Hafenareale: Jede achte Tonne, die im Land Bremen umgeschlagen wird, macht ihren Weg über den Industriehafen.

Bevor ein Schiff im Bremer Industriehafen festmachen kann, muss es die Oslebshauser Schleuse passieren. Sie ist insgesamt 248 Meter lang, ihre Tore jeweils 600 Tonnen schwer. Modernste Technik bewegt die schweren Schleusentore bei jedem Ein- uns Auslaufen der Schiffe. Die Schleuse verfügt über eine eigene Notstromanlage, sodass sie auch bei Störungen einwandfrei funktioniert. Vier Mitarbeiter von bremenports sorgen dafür, dass sie rund um die Uhr passierbar bleibt.

Nachdem die Schiffe die Schleuse passiert haben, sind sie nicht mehr dem Tidenhub und der natürlichen Strömung der Weser ausgesetzt und können an den Kajen beladen oder gelöscht werden.

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Der Industriehafen wächst stetig: Rund 50 Unternehmen mit über 3000 Beschäftigten sind dort angesiedelt. Die Anrainer sind sowohl mittelständische Umschlags- und Logistikbetriebe als auch Unternehmen des industriellen Gewerbes, die die umgeschlagenen Güter produzieren oder verarbeiten. Die Weserport GmbH ist unter ihnen das Hauptumschlagsunternehmen des Hafens.

Der Güterumschlag ist aber nicht alles, was der Hafen zu bieten hat: Containerdienstleistungen wie die Konfektionierung, Montage, Reparatur, das Bestandsmanagement und Leasing sowie der Bau von Spezialcontainern runden die logistischen Kompetenzen ab.

Die Wertschöpfungspotenziale des Bremer Industriehafens sind groß – deshalb wird stetig an der Infrastruktur des Hafens geschraubt. Damit zwei Frachtschiffe gefahrlos aneinander vorbeifahren können, werden bis 2015 rund 150 Meter Uferspundwand neu gerammt und die Durchfahrt zum Hafen A verbreitert, von 32 auf 56 Meter an der tiefsten Stelle. Das Hafenbecken macht dann auch Platz für die dicken Pötte: 10,5 Meter Wassertiefe ermöglichen Panamax-Frachtern in den Hafen einzulaufen ohne vorher in einem der Unterweserhäfen geleichtert werden zu müssen.

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