Driving a forklift instead of studying logistics

Students from Jacobs University and Bremen University try their skills at ma-co

Quelle: VIA BREMEN
14. März 2016 - in Wissenswert

„So much fun!“, entfuhr es ShuTing Li aus China bei ihrer ersten Runde auf dem Gabelstapler. Nunmehr zum vierten Mal ermöglichte das maritime competenzcentrum (ma-co) im Rahmen des Programms „VIA BREMEN Logistics Ambassadors“ jungen Logistikstudenten einen Schnupperkurs auf dem Schlüsselgefährt der Logistik. Und wieder entpuppte sich dieser etwas andere Blick hinter die Kulisse der bremischen Logistikwelt bei den internationalen Studierenden und Doktoranten der Jacobs University und Universität Bremen als Highlight.

Flurförderzeug „Gabelstapler“


Angestrengt, höchst konzentriert, begeistert und manchmal sogar euphorisch, so könnte man die Mimik der angehenden Logistikmanager aus Bulgarien, dem Iran, Indien, Pakistan, China, Vietnam und Kamerun beim Manövrieren des Gabelstaplers beschreiben. „Ihr werdet nach zwei Stunden kein Master Degree erhalten, aber wenn alle am Leben bleiben, dann ist der erste Schritt schon mal getan“, scherzte ma-co-Trainer Frank Preloger bei der Einführung. Nacheinander wurden die insgesamt zehn Fahrschüler auf den Diesel- und Elektro-Gabelstaplern von 1,8 bis 3,5 Tonnen in die Geheimnisse des Rangierens und Hebens eingeweiht. Die Traglast der wendigen Gefährte, die bei eingelegtem Gang bremstechnisch wie ein Rasenmäher funktionieren, beträgt entsprechend etwas weniger, zwischen 1,5 und 3,1 Tonnen. Doch heute blieb es ausschließlich beim Transport leerer Paletten.

Variantenreiches Stapeln


Das Ein- und Austoppen mit schräggestellter Gabel, das Betätigen des Seitenschiebers und natürlich das Heben und Senken der Gabel, die den verlängerten Arm darstellt, wurde geübt. Linh Nguyen aus Deutschland/Vietnam bewältigte hoch konzentriert und mit Bravour das Ausfluren und Wiederaufstapeln von sieben Paletten. Andere Paletten fanden ihren neuen Bestimmungsort auf einem Container oder hingen als unterste eines Stapels abgeknickt auf der Gabel auf „halb acht“. Da musste noch einmal gründlich nachgearbeitet werden: Stapel absetzen, Gabel neu justieren und wieder hoch.

Raumgreifendes Rangieren


„Sehr aggressiv, wie ein Formel-1-Stapler“, so beschrieb Trainer Preloger den 3,5 Tonner, an den sich die Pakistani Bushra Kamran heranwagte. Mit ihm fuhr sie rückwärts Slalom, um die ungewohnte Rangierart zu verinnerlichen. Die ersten ruckartigen Einlenkbewegungen hatten denn auch einen erschrockenen Seitensprung der Zuschauenden zur Folge. Ein Kinderspiel ist die Arbeit an der Basis nicht, das erfuhren die angehenden Logistikbotschafter Bremens bei ihrem Schnupperkurs auf jeden Fall. Dennoch kam Lingh Nguyen mit blauen Lippen ausgekühlt vom Stapler runter, ohne ihre Jacke zwischendurch geholt zu haben: „Ich wollte nicht aufhören. Es hat so viel Spaß gemacht.“ Ein schönes Fazit für ma-co und am Ende auch für den Logistik-Standort Bremen!

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