Die bremische Hafeneisenbahn – Schnittstelle zwischen Seegüterumschlag und Hinterlandmärkten

Quelle: bremenports GmbH & Co. KG
26. Mai 2015 - in Wissenswert

Die bremischen Häfen sind bedeutende Seegüterumschlagplätze und damit wichtige Bestandteile des globalen Warentransportnetzwerkes. 

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Im Bereich des Seehafenhinterlandtransportes gelten Bremen und Bremerhaven als klassische Eisenbahnhäfen. Annähernd die Hälfte aller seeseitig umgeschlagenen Container erreichen und verlassen Bremerhaven über die Schiene – und es ist davon auszugehen, dass dieser Anteil in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Beim zweiten wichtigen Standbein, dem Fahrzeugumschlag, erreicht die Schienenzufuhr aus dem Hinterland sogar 80 Prozent. 

Während außerhalb der bremischen Häfen überwiegend der Bund für den Ausbau der Schienenanbindung verantwortlich ist, ist das Bundesland Bremen für Planung, Ausbau und Instandhaltung der Hafeneisenbahnanlagen zuständig. Diese Infrastruktur besteht aktuell aus Gleisen mit einer Gesamtlänge von 233 km und insgesamt sieben Bahnhofsbereichen. Damit stellt die Bremische Hafeneisenbahn eine leistungsfähige Schnittstelle zwischen dem Hinterland und den wasserseitigen Umschlagterminals dar. 

Um den Anforderungen einer effizienten Zugbehandlung auch künftig gerecht werden zu können, ist ein kontinuierlicher Ausbau der Hafeneisenbahninfrastruktur - vor allem in Bremerhaven - zwingend erforderlich. Im Hafenbahnhof Kaiserhafen, der überwiegend dem Fahrzeugumschlag dient, wurden hierfür in Zeitraum 2013 – 2015 vorhandene Gleise verlängert und elektrifiziert. Im Hafenbahnhof Imsumer Deich, der überwiegend für den Containerumschlag genutzt wird, wird im Zeitraum 2014 – 2017 eine vollständig neue und elektrifizierte Gleisgruppe errichtet. Darüber hinaus sind im DB Bahnhof Speckenbüttel perspektivisch zusätzliche Erweiterungen in Form von drei neuen Gleisgruppen vorgesehen. 

Die Erweiterung der Hafeneisenbahnanlagen schafft zusätzliche Kapazitäten für die schienengebundenen Fahrzeug- und Containerverkehre. Darüber hinaus ist die Realisierung weiterer effizienzsteigernder Maßnahmen wie beispielsweise die Einführung eines neuen IT-Systems vorgesehen. Grundsätzlich verfolgt Bremen mit dem Ausbau seiner Hafeneisenbahnanlagen das Ziel, die Hinterlandverkehre weiter auf die Schiene zu verlagern (modal shift) und so die Klimabilanz zu verbessern. 

In diesem Zusammenhang gilt es, in Zukunft deutlich stärker als bisher darauf zu achten, dass die Schienenhinterlandverkehre möglichst leise, sauber und effizient abgewickelt werden und die Bevölkerung vor ihren negativen Auswirkungen wie Lärm und Erschütterungen geschützt wird. 

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