BLG erhält elogistics award 2015

Quelle: Carsten Simon
28. April 2015 - in Häfen & Logistik

Lagerung und Kommissionierung in Logistikcentren, das bedeutete bisher: Die Mitarbeiter gehen oder fahren zum Regal, stellen das angeforderte Warensortiment auf einem transportablen System zusammen und liefern es bei der Verpackungsstation ab. Im Frankfurter Logistikcenter der BLG LOGISTICS ist das anders: Der Mensch geht nicht zur Ware, die Ware kommt zum Menschen (VIA BREMEN berichtete).

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#transport logistic München #Industrie 4.0 #BLG #Intralogistik

Für dieses europaweit bisher einzigartige Logistikkonzept  haben die BLG und die Firma GRENZEBACH am 15. April in Saarbrücken den „elogistics award 2015“ erhalten. Vergeben wurde der Award von der Jury des AKJ Automotive – Experten aus der Automobilindustrie und Mitglieder der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands. Sie überreichten die Auszeichnung im Rahmen des AKJ-Jahreskongresses mit dem Titel „Die automobile Wertschöpfungskette im Umbruch: Global transparent – Innovativ – Lokal effizient“.

Zum 16. Mal hat der Arbeitskreis AKJ Automotive damit den elogistics award an herausragende Initiativen und Projekte vergeben. Die Prämierung des robotergestützten Logistikkonzepts von BLG und GRENZEBACH würdigt vor allem zwei Aspekte: die Möglichkeit, Bestandsimmobilien für anspruchsvolle Logistikzentren mit hohen Volumina zu nutzen sowie Prozesse hin zu mehr Produktivität und Ergonomie zu verändern.

Das G-Com-System von GRENZEBACH hat die Intralogistik im Frankfurter Logistikcenter in der Tat revolutioniert. Auf 4.500 Quadratmetern Hallenfläche wickelt die BLG dort die Retouren für einen Kunden aus dem Bereich Arbeitsbekleidung ab. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Pilotprojekt sind sehr positiv und die BLG plant, das System auf andere Kunden auszuweiten. Das gilt zunächst für Frankfurt und für den Textilbereich, in dem die BLG inzwischen über eine große Kompetenz verfügt. Aber auch der Einsatz in der Automobilindustrie, vor allem in der Ersatzteil-Logistik ist vorstellbar. Durch die relativ niedrigen Investitionskosten ist das System auch für mittelständische Kunden gut geeignet.

Ein rotes Transportfahrzeug, „Carry“ genannt, stellt die BLG auch auf ihrem Messestand 213 in der Halle B4 auf der transport logistic in München aus. Eine Filmsequenz zeigt, wie G-Com in der Praxis funktioniert.

 

 

BU: Julius Krahl (Mitte), Projektverantwortlicher für G-Com bei der BLG und Enrico Freitag (2.v.r.), Director im Bereich Vertrieb, IT und Technik bei der BLG Handelslogistik, nahmen zusammen mit Christoph Kuntz (2.v.l.), Director Sales bei GRENZEBACH, den elogistics award von Staatssekretär Jürgen Barke (l.) und Prof. Dr. Klaus-J. Schmidt (r.) entgegen. Foto:©Carsten Simon

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